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"Mischung mit Schuss"

Krimis,Lieder,Freibier:Tag des Buches und Tag des Bieres in der Bergbrauerei

Von Barbara Körner Schwäbische Zeitung

Im Herzstück der Bergbrauerei – im Sudhaus – sind der Tag des Bieres und des Buches gemeinsam gefeiert worden. Die Brauerei stiftete Freibier, die Buchhandlung Osiander steuerte den Lesestoff bei.

Schon als Kinder gemeinsam auf der Bühne
Krimis mit Lokalkolorit haben derzeit Hochkonjunktur, ob sie nun in Ostfriesland, auf der Schwäbischen Alb oder im Allgäu spielen, sie alle haben ihre Liebhaber. Die von Uli Herzog sind im Oberland rund um Biberach angesiedelt. Zusammen mit seinem Freund, dem Liedermacher Werner Krug, mit dem er schon als Kind auf der Bühne des Biberacher Schützentheaters gestanden war, ist er in die Brauerei gekommen, um aus zwei seiner Werke zu lesen. Krug sang und spielte dazu Lieder aus seiner eigenen Feder wie „mein Gott, wie die Zeit vergeht“.

Herzog bezeichnet sich als spätberufener Autor, hat lange als Werbefachmann in Wien gelebt und erst im Rentenalter mit dem Krimischreiben begonnen, weil ihm sonst kein anderer Zeitvertreib eingefallen sei, bekannte er freimütig. Jetzt entsteht schon der vierte Krimi mit dem kauzigen Ermittler Ludwig Hirschberger.

Es geht um häusliche Gewalt
Hirschberger ist eigentlich auch schon im Ruhestand, wird aber immer wieder für besonders knifflige Fälle herangezogen. In „Frauenduft“ geht’s actionreich zu. In einem Verhör wird Hirschberger von dem mutmaßlichen Mörder von hinten angegriffen, er erinnert sich zum Glück an einen speziellen Griff, den er bei einem Kurs einer österreichischen Sondereinheit gelernt hat. Mit dem „Liston Schlag“, eine Art Leberhaken (angewandt einst von Sonny Liston), kann er seinen Gegner ausschalten.

Um häusliche Gewalt geht es in „Frauenduft“. Weil die wenigsten Frauen die Täter anzeigen – oft aus Scham –, muss es dem Ermittler mit anderen Methoden gelingen, diesen zu überführen. Ein GPS-Sender am Auto des Gangsters, von der Polizei angebracht, leistet dann gute Dienste bei einer wilden Verfolgungsjagd zwischen Steinhausen und Schussenried.

Zweites Buch dreht sich um eine Juwelier-Familie
Der Leser kennt die Gegend, umso spannender ist die Jagd, besonders wenn das Gangsterauto auf einen nur halb beschrankten Bahnübergang zurast, wo schon das rote Licht blinkt. Hier stoppte Herzog mit seiner Lesung: Die Zuhörer sollen das Buch ja schließlich kaufen. Sabine Behn-Bartel von Osiander hatte einen entsprechenden Vorrat mitgebracht.

In „Vermisst – Gold-Finger aus Ravensburg“ taucht Herzog tief in die Familiengeschichte der Juweliere Finger aus Ravensburg ein. Der Leser erfährt viel über die sexuelle Verklemmtheit von Hirschberger, der bei seinen Nachforschungen auf Gran Canaria beinah den Reizen einer verführerischen Nachbarin erliegt. Krug spielte und sang zu dieser Passage nach der Melodie von „If not for you“ von Bob Dylan und George Harrison. Der Ermittler muss schließlich feststellen, dass sein seriöser Juwelier gar nicht so seriös, sondern in allerlei dunkle Geschäfte verwickelt ist und äußerste Gefahr von Seiten der „ehrenwerten Gesellschaft“ besteht.

Mit einem Loblied auf das „Schwobamädle“, nach einer Melodie von Bruce Springsteen, beendete Werner Krug die Lesung seines Freundes.

"Der alte Schuhputzer von Santa Catalina"

Sie haben es wirklich gemacht: Sie haben ihm tatsächlich ein Denkmal gesetzt. Die aufmerksamen Leser meiner Homepage haben unter der Rubrik Kurzgeschichten sicher die story "Der alte Schuhputzer von Santa Catalina" gelesen.
Dass diesem Mann jetzt ein Denkmal gesetzt wurde, finde ich großartig. Kein Dichter, kein Philosoph, kein Staatsmann, kein gekröntes Haupt. Ein einfacher Mann aus dem Volk. Den Stadtoberen von Las Palmas und den Personen, die das ermöglicht haben, ein "Muchas Gracias muy muy bien'

Südfinder

Heute 23.9.2021 in der SCHWÄBISCHEN ZEITUNG, Ausgabe Bad Saulgau.
Vielen Dank an Julia Freyda für diesen tollen Artikel.

Am Mittwoch 22.September erschienen im "SÜDFINDER" Vorstellung meines neuen Krimis.

Dank an Christian Schwarz für dieses tolle Interview!

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